
Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche nicht zu viel Zeit vor Bildschirmen, Handys oder Tablets verbringen. Zeiten ohne Elektronik sind notwendig, damit sie sich auch einmal langweilen – denn genau dann beginnt Kreativität. Ohne Vorgaben von Erwachsenen oder äußere Ablenkung.
Oft setzt kreatives Denken erst nach einer Weile ein, wenn Kinder nicht sofort wissen, was sie tun sollen. Diese Phase auszuhalten ist für Kinder und Erwachsene herausfordernd, da der Alltag oft durchgetaktet ist.
Um kreativ spielen und eigene Ideen entwickeln zu können, braucht es Momente des Nichtstuns. Erst dann entfalten sich Fantasie und schöpferische Freude.
Fantasievolles Spielen
Spielen mit allen Sinnen bedeutet, Dinge wirklich anzufassen, zu spüren und aus eigener Vorstellungskraft etwas zu erschaffen. Ein Kunstwerk aus Papier und Farbe, eine Brücke oder ein Baumhaus aus Stöcken, eine Schaukel aus Filzschnüren oder ein Haus aus Bauklötzen. Mit Tüchern lassen sich Höhlen bauen, mit Blumen und Gräsern kann die Umgebung verschönert werden.
Kinder brauchen Freiraum zum fantasievollen Spielen, um wirklich Kind sein zu können – statt nur in einer durchgeplanten Welt zu leben. Mit anderen Kindern draußen spielen, mit Oma und Opa die Natur erkunden oder mit Mama und Papa eine Fahrradtour machen – all das regt die Sinne an, berührt die Seele und fördert die Kreativität.

Autorin:
Julia Hess wuchs mit vier Geschwistern auf. 1998 gründete der Vater das Herzensprojekt Livipur. Julia studierte BWL und leitet seit 2014 gemeinsam mit Bruder und Mutter das Familienunternehmen.
www.livipur.de
