
Die Frage ist vielleicht noch zu ergänzen: …für mein/unser Kind? Denn wie immer gilt: Es gibt nicht das Perfekte. Und es gibt in der Regel mehr als eine gute Lösung. Aber es lohnt sich, genauer zu hinschauen. Wir haben Gedanken und Fragen zusammengestellt, die das Gespräch zwischen den Erziehungsberechtigten, in welcher Konstellation auch immer, zur Wahl der Kinderbetreuung inspirieren können.
Die nächstliegende Kita ist in der Regel die erste Option, die es zu prüfen gilt. Zumal dies häufig von der Kommune so vorgesehen ist und kurze Wege den Alltag erleichtern.
Damit die Kita ein Ort sein kann, an dem Beziehung die Basis für Bildung ist, und Kinder sich frei und professionell begleitet entwickeln können, sollte man einfach genauer hinschauen.
Ab wann werden Kinder aufgenommen?
Je jünger das Einstiegsalter, desto wichtiger sind verlässliche, feinfühlige Bezugspersonen. Schaut einfach darauf, wie werdet ihr als Familie willkommen geheißen, gibt es ein offenes Ohr für eure Fragen, spricht man mit euch auf Augenhöhe?
Wie groß ist die Flexibilität der Kita?
Kita-Abläufe und Familienbedürfnisse müssen passen. Daher fragt euch: Welche Betreuungszeiten benötigt ihr?
Die Eingewöhnung – ein sensibles Thema
Kinder sind keine Maschinen, sie kennen keine Modelle, sondern brauchen ganz unterschiedlich lange, um Vertrauen aufzubauen, Kontakt aufzunehmen. Gibt euch die Kita diese Zeit oder geht es immer nach einem fixen Schema?
Grundsätzlich gilt: Achtet auf die Atmosphäre im Haus!
Welchen Geist spürt man in der Einrichtung? Wie geht das Team in den Vorgesprächen mit euch als Eltern um? Fühlt ihr euch wohl und verstanden?
Am Ende wird nicht nur das Kind, sondern eine ganze Familie aufgenommen. Immer wieder gilt: Konzepte sind gut und eine Grundlage. Aber wichtig ist, wie die Buchstaben mit Leben gefüllt werden. Wer Kitas vor seiner Entscheidung mit wachen Augen aufsucht, wird einen Eindruck von der gelebten Praxis erhalten.
Neue Möbel sind schön, ein wertschätzender Umgang, in dem die Bedürfnisse der Kinder gesehen und ihre Rechte geschützt werden, ist entscheidender.

Wir danken Erzieherin Monika Görtz aus Nidderau für den Austausch zu diesem Thema.

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