Kinderhände, die mit Knete spielen
© Julia – stock.adobe.com
Familienleben

Vom Knetzauber, den man nur spielend erleben kann

25.09.2025

Im letzten Winter haben wir in unserer Kirche einen pop-up-Indoorspielplatz veranstaltet. In unserem „Winterwunderland“ haben wir die Familien unserer Stadt zum Spielen eingeladen.

Es gab Bällebäder und Hüpfburgen, Leseecken, Maltische und Rennstrecken. Und natürlich eine Kaffeepipeline für müde Eltern. Am meisten hat mich aber die Knetecke gefreut. Dort saß ein Papa und hat stundenlang mit seinem Kind Figuren und Landschaften gebaut. Die beiden waren richtig in ihr Spiel vertieft. Zusammen haben sie getüftelt und gelacht. Alltagsstress hatte dort keinen Platz. Wenigstens eine Stunde lang. Nachdem wir am späten Nachmittag alles wieder aufgeräumt hatten war auch die Knetlandschaft wieder zu einem bunten Knetklumpen weggetuppert.

Und trotzdem würde niemand sagen, dass die beiden umsonst aufgebaut und getüftelt haben. Sie hatten eine intensive Familienzeit mit nachhaltigem Beziehungsaufbau erlebt. Das ist ein Zauber, den Spielen schafft. Es geht nicht darum, produktiv zu sein oder möglichst effizient etwas Greifbares aufzubauen. Es geht um Beziehung.

Für mich ist das ein ganz wichtiger Baustein in meinem Glauben. Fernab vom Leistungsdruck und dem Alltagsstress unserer Zeit geht es darum, Zeit mit Familie, Freunden, Bekannten und Gott zu haben. Wie schön, dass Kinder uns vorleben, wie einfach das gehen kann.

Und wenn ihr euren eigenen Knetzauber erleben wollt, könnt ihr gerne unser Rezept ausprobieren:

• 400 g Mehl
• 3 Esslöffel Öl
• 2 Esslöffel Zitronensäure
• 200 g Salz
• 0,5 l kochendes Wasser
• Lebensmittelfarbe und Glitzer nach Wahl

Adrian Schleifenbaum

Autor:
Adrian Schleifenbaum ist Pfarrer in Gießen. Dort ist er für eine evangelische Kita und actionreiche Familiengottesdienste zuständig.
www.evangelisch-giessen-mitte.de

Anzeige
Platzhalter-Anzeige
Anzeige
Platzhalter-Anzeige
Webdesign von