
Nichts ist im Leben wichtiger, als mit seiner Umwelt in Kontakt treten zu können, Wünsche zu äußern, seinen Willen kund zu tun, sich Gehör zu verschaffen, also zu kommunizieren. Das Mittel hierzu ist die Sprache. Wer sich gut auszudrücken weiß, kommt schneller ans Ziel, ist erfolgreicher.
Man kann also sagen, dass der Werdegang eines Menschen von der Fähigkeit abhängt, Sprache zu nutzen. Als Laie ist es nur schwer zu beurteilen, ob die sprachliche Entwicklung eines Kindes in normalen Bahnen verläuft, weil diese von unzähligen Faktoren abhängig ist und von Kind zu Kind stark variiert.
Es gibt beispielsweise Kinder, die schon mit zehn Monaten die ersten Worte sprechen, andere erst im Alter von zwei Jahren. Auffälligkeiten werden in der Regel schon im Rahmen der Kindervorsorgeuntersuchungen U3 bis U11 erkannt. Besucht das Kind eine Kita, kann man sich auch auf das Urteilsvermögen der Erzieherinnen verlassen, die aufgrund ihrer Erfahrung gut beurteilen können, ob ein Kind sprachauffällig ist. Eltern erleben ihre Kinder in vielen relevanten Situationen, wie etwa beim Spiel mit Gleichaltrigen oder Geschwistern. Schnell fällt auf, wenn ein Kind sprachlich nicht „mithalten“ kann.
Wenn Sie also Bedenken bezüglich der Sprachentwicklung Ihres Kindes haben, ist Folgendes anzuraten: Sprechen Sie mit den Erzieherinnen, kontaktieren Sie Ihren Kinder-, Haus-, oder HNO-Arzt und schildern Sie Ihre Eindrücke. Dieser wird Sie dann gegebenenfalls an eine logopädische Praxis verweisen, in der das Kind eingehend untersucht wird, um die Art, den Umfang und die Ursache der Sprachentwicklungsstörung zu diagnostizieren und therapeutisch zu beheben.

Autor:
Christian Hartel ist staatl. anerkannter Logopäde mit eigenen logopädische Praxen
www.logopädie-weilburg.de

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