Man sieht eine Schwangere, die ihren Bauch umarmt
Familienleben

Gut für die Haut: Entspannung für werdende Mütter und Säuglinge

25.01.2025

Jede schwangere Frau ist auf ihre Weise schön – sie trägt neues Leben in sich. Während das Kind heranwächst, sollte sich die werdende Mutter wohl in ihrer Haut fühlen.

Mutter werden bedeutet für die Frau eine Neuorientierung: Das wachsende Leben fordert eine Veränderung des Lebensstils, mit der eine Umstellung der Gewohnheiten in Bezug auf Nahrung, Pflege und verschiedene Freizeitaktivitäten einhergeht.

In der Zeit der Schwangerschaft und danach heißt es auch, es sich selbst gut gehen zu lassen, denn diese positive Energie überträgt sich auf das Kind. Deshalb ist es so wichtig, dass sich werdende Mütter in ihrer Haut wohlfühlen.

Naturkosmetik für werdende Mutter
Während der Schwangerschaft und des Stillens wird die Haut der Mutter stark strapaziert – zum einen durch den wachsenden Fötus und zum anderen durch die Hormonumstellung. Das Ungeborene hat einen eigenen Stoffwechsel, somit können Konflikte entstehen, die sich im Hautbild bemerkbar machen. Oft gehört eine Umstellung der Pflegeprodukte dazu.

Wenn die werdende Mutter unter verstärkter Pigmentierung leidet, können diese Stellen ganz dünn mit Concealer egalisiert werden. Die dunkel pigmentierten Stellen auf der Haut werden im ersten Jahr nach der Schwangerschaft langsam wieder heller. Das betrifft die dunkle Linie zwischen Bauchnabel und Schambereich, Pigmentflecken im Gesicht sowie dunkler gewordene Muttermale, Sommersprossen, Brustwarzen und Warzenhöfe.

Produkte, die Haut bleichen, sollten in dieser Lebensphase grundsätzlich nicht benutzt werden. Generell gilt, dass Gesichtshaut und Dekolleté jetzt eine besonders feine und niedermolekulare Pflege brauchen. Diese Pflege soll eine tiefe Feuchtigkeits- und Lipidversorgung gewährleisten und zugleich Körper und Geist wohltun. Bereits ab dem dritten Monat ist es ratsam, morgens und abends Bauch, Hüften und Oberschenkel zu massieren. Sehr gut passen dazu Aloe Vera Lotion mit Jojoba-Öl. Grundsätzlich rate ich von mineralischen Ölen ab. Für Hautpflege oder Massage bietet sich es an, Öle in Bioqualität zu verwenden. In diesem Zusammenhang sind alle Pflanzenöle für eine Massage geeignet.

Vorsicht ist geboten, wenn man Pflanzenöle mit ätherischen Ölen versetzen möchte. Hier muss man Öle ausschließen, die gebärmutterzusammenziehende oder menstruationsfördernde Wirkung haben. Dazu gehören Rosmarin, Arnika, Zeder, Zimt, Pfefferminze und Palmarosa.

Entlastend für Bauch und Beine werdender Mütter
Eine sanfte Bauch-Streichelmassage im Uhrzeigersinn mildert das Gefühl, dass die Bauchdecke bis zum Zerreißen angespannt ist. Eine Brustmassage mit leicht angewärmten Öl lindert das Spannungsgefühl in den Brüsten und pflegt die Haut. Gegend Ende der Schwangerschaft kann man durch in sanft kreisenden Bewegungen ausgeführte Brustmassagen, zum Beispiel mit Sesamöl, auf das Stillen vorbereiten und den Milchfluss anregen. Diese Maßnahmen helfen, Dehnungsstreifen an der Brust vorzubeugen.
Als entlastend und angenehm empfinden die meisten schwangeren und stillenden Frauen eine Beinmassage. Diese Beinmassage trägt dazu bei, Schwellungen und Schmerzen in den Beinen anzubauen. Zudem beugt diese Krampfader und Venenentzündung vor. Sind die Beine stark angeschwollen, sollte die Schwangere eine Lymphdrainage in Betracht ziehen.
Pflege und Entlastung brauchen auch die Füße, die in diesem Moment einiges zu tragen haben. Wohltuend kann hier ein Fußbad mit Ursalz oder Molke sein.

Massage für die Kleinsten – warum nicht?
Natürlich stehen in aller erster Linie das Wohlbefinden und die Entwicklung der Jüngsten im Fokus. Für die emotionale und auch für die körperliche Gesundheit ist ein Mindestmaß an Hautkontakt unerlässlich. Schließlich sind wir Menschen als Beziehungswesen angelegt. Bei angenehmer, positiver Berührung kommt es zur Ausschüttung von Neurotransmittern, die das Wohlbefinden stärken. Diese Botenstoffe sind beispielsweise Dopamin und Serotonin, umgangssprachlich oft als „Glückshormone“ bezeichnet. Außerdem wird das Hormon Oxytocin freigesetzt, das ein Bindungsgefühl zwischen Menschen herstellt, die sich berühren bzw. berührt werden. Fehlen solche Berührungen, kann der Menschen verkümmern. Das kann man deutlich bei Säuglingen sehen, die wenig Körperkontakt erhalten. Die gesamte psychosomatische Entwicklung verzögert sich in diesen Fällen erheblich und es entsteht Verlust. Dann drohen psychische Beeinträchtigungen wie zum Beispiel Angststörungen, Bindungsängste, Angst vor anderen Menschen, Suchterkrankungen oder Stress. Schenken Sie Ihrem Kind Geborgenheit und Wärme. Wir Menschen können ohne Berührung nicht leben. Man kann ohne Sprache – durch Berührung und Liebe – mit einem Säugling kommunizieren. Das schafft eine tiefe Bindung und tut beiden Seiten gut.

HAUTPFLEGE-TIPP FÜR WINTER (trockene Haut):
Abend: Haut mit milder Reinigungsmilch zwei Mal reinigen und mit lauwarmem Wasser abwaschen. Danach sanftes Gesichtswasser (ohne Alkohol und Citronensäure) aufsprühen. Ein neutrales Öl-Serum in die Haut eintupfen. Zum Schluss mit einem Gel oder Fluid für sensible Haut eincremen.
Morgens: Haut mit lauwarmem Wasser auffrischen. Gesichtswasser aufsprühen. Eine reichhaltige Creme (zum Beispiel Rosen-Creme) aussuchen.
Mindestens 1x/Woche die Haut mit einer Regeneration-Maske aufbauen.

Natalia Heinrich-Braun

Autorin:
Natalia Heinrich-Braun, Inhaberin des Kosmetik-instituts „Académie de Beauté“ in Heuchelheim

www.academie-de-beaute.de

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