Eine Mutter sitzt mit ihrer Tochter auf der Couch. Sie schauen gemeinsam auf ein Tablet
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Familienleben

Gesunder und eigenverantwortlicher Umgang mit Medien

01.04.2025

Wie schaffen wir es, unseren Kindern einen gesunden, eigenverantwortlichen Umgang mit Medien beizubringen? Mittlerweile überflutet die Medienwelt unser Leben auf eine längst nicht mehr gesunde Weise. Wenn ich mir überlege, was allein während meiner Lebenszeit an Entwicklung in diesem Bereich geschehen ist – das ist wirklich abenteuerlich!

Heute sehe ich mit großer Besorgnis, dass viele Kinder ernstzunehmendes Suchtverhalten an den Tag legen und ihre Eltern verzweifeln, weil sie ihnen nicht mehr raushelfen können. Wie bei allem ist die rechtzeitige Vorsorge viel geschmeidiger als alle nachfolgenden Rettungs-Aktionen, wenn sich bereits ein Problem entwickelt hat. Ich habe schon einige Familien dabei unterstützen dürfen, wieder gangbare Wege zu finden, nachdem das Suchtverhalten ihrer Kinder zu untragbaren Situationen geführt hat. Solche Situationen kosten viel Kraft!

Wir selbst sind Vorbild
Wir dürfen und sollten unseren Kindern vorleben, was wir für angemessen halten. Dazu hier ein paar Fragen: Müssen Eltern per Handy ständig auf „standby“ sein? Können wir selbst unser Medienverhalten auf gesunde Weise bestimmen, oder gibt es bereits bei uns selbst Abhängigkeiten? Jeder von uns hat die Möglichkeit, sein eigenes Medienverhalten zu hinterfragen und zu prüfen, ob das wirklich das ist, was vorgelebt werden soll. Im besten Falle helfen uns die eigenen Kinder, wieder auf ein gesundes Maß zurückzufinden.

Selbstwahrnehmung bei und nach Medienkonsum
Viele Kinder spüren sich nicht mehr ausreichend. Gerade der Medienkonsum führt dazu, dass der eigene Körper nicht mehr richtig wahrgenommen wird. Da kann es passieren, dass beispielsweise ein Toilettengang nötig wäre, aber verpasst wird. Oder das Kind ist nach der „Zocksession“ komplett zappelig und in schlechter Stimmung. Oft ist auch zu beobachten, dass der Konsum von TV-Sendungen ihnen den inneren Antrieb nimmt, selbst kreativ und aktiv zu sein. Je öfter wir den Kindern Gelegenheit geben, sich selbst wahrzunehmen und zu spüren, was gut tut und ihnen den Spiegel hinhalten, was der Medienkonsum mit ihnen macht, umso mehr nehmen wir sie mit in unsere elterliche Fürsorge. Dann können die Kinder leichter die notwendigen Entscheidungen nachvollziehen, die zu ihrem Schutz nach Regularien und Dosierungen suchen, damit sie keinen Schaden nehmen.

Wir haben die Verantwortung, unsere Kinder zu beschützen
Meine Haltung zum Umgang mit Medien ist, dass Eltern sich sehr verantwortungsvoll Gedanken machen sollten, in welchem Alter sie welche Medien zur Verfügung stellen und in welchem Umfang. Da gibt es Empfehlungen und Richtlinien – letztlich muss jede Familie das umsetzen, was für sie passt. In Bezug auf den Umgang mit Medien halte ich es für extrem schädlich, den Kindern völlig freien Zugang von Anfang an zu gewähren und sie ungeschützt all diesen Einflüssen auszusetzen. Die traurige Erfahrung mit Kindern, die aufgrund fehlender Grenzen der Eltern zu Medien-Junkies geworden sind, lässt mich an alle Eltern appellieren, sich von Anfang an dem Thema sehr verantwortlich zu stellen.

Ich wünsche Ihnen den Mut und die Kraft, nötige Grenzen zu setzen und ihren Kindern gegenüber sehr selbstverständlich dazu zu stehen.

Christel Veciana

Autorin:
Christel Veciana ist Life-Coach und Musik-Pädagogin, leitet „Christels Scheune“ in Hanau und ist Mutter zweier erwachsener Töchter.

www.christels-scheune.de

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