
In der Entwicklung des Menschen ist es absolute Voraussetzung zu scheitern oder Fehler zu machen, damit es vorwärts geht.
Schauen wir uns den Prozess des Laufen Lernens an. Da ist es so, dass Kinder immer wieder fallen, bevor sie sicher laufen können. Und in jedem Fallen liegt ein gescheiterter Versuch, der mithilfe unserer kognitiven Fähigkeiten im Hintergrund analysiert und beim nächsten Versuch direkt optimiert wird – ein geniales System, unser Körper in Verbindung mit Geist und Seele.
So ist es auch in der Psychotherapie wichtig, vermeintliche Fehler oder Scheitern auszusprechen und somit bewusst zu machen und danach einen Neustart zu wagen. Innerhalb der Kunsttherapie bedeutet das, dass ein Bild auch mal mit einem lauten Schrei in den Mülleimer wandert und es neu versucht wird. Oder sich zu vergegenwärtigen, warum es dazu kam, dass das Bild oder die Form als „Fehler“ bzw. „gescheiterter Versuch“ eingestuft wurde und was dahinter für ein Gedankenmuster steht.
„Was tust du nach einem Fehler? Kommen dir Selbstzweifel? Wagst du einen neuen Versuch? Erzählst du von deinem Scheitern? Versuchst du deine Fehler zu vertuschen? Welche Gefühle tauchen dabei in dir auf?“ sind Fragen, die dabei helfen können. Auf diese Art und Weise kommst du dir selbst Stück für Stück auf die Schliche und erkennst deine Muster. Diese Bewusstwerdung sind erste Schritte in Richtung Weiterentwicklung und Neuausrichtung.

Julia Hanisch, Kunsttherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Heil- und Sonderpädagogin. Sie bietet Kurse zum intuitiven Malen für Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene an. Außerdem gehört die kunsttherapeutische Einzelbegleitung in Gießen zu ihren Angeboten
www.juliahanisch.de • Instagram: @kunsttherapeutingiessen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen