Eine unvollständige Bausteinreihe. Eine Hand mit dem letzten fehlenden Stein ragt von unten ins Bild. Es sieht so aus, also ob der Stein in die Lücke gelegt werden soll
© KI-generiert
Familienleben

Brücken bauen zwischen Eltern und Kita

20.05.2026

Stimmen aus dem Elternbeirat

Wie vielfältig die Arbeit im Elternbeirat ist, zeigen diese persönlichen Einblicke aus verschiedenen Kita-Einrichtungen der Regionen.

„Seit etwa einem Dreivierteljahr dürfen wir das Amt des Elternbeirats in unserer Gruppe begleiten. In dieser Zeit konnten wir bereits viele wertvolle Erfahrungen sammeln. Besonders schön ist, dass unsere Gruppe insgesamt sehr harmonisch und ruhig ist. Wir glauben, dass dies auch damit zusammenhängt, dass viele Themen frühzeitig erkannt, angesprochen und gemeinsam geklärt werden, bevor überhaupt größere Missstimmungen entstehen können.

Für uns bedeutet Elternbeirat weit mehr, als nur organisatorische Aufgaben zu übernehmen. Elternbeirat sein heißt auch, offen auf andere zuzugehen, zuzuhören, verständlich zu kommunizieren und Menschen mitzunehmen. Ebenso wichtig ist es, Eltern immer wieder zu signalisieren: Wenn etwas ist, dürft ihr euch jederzeit melden. Manchmal hilft schon ein offenes Gespräch oder eine kleine Vermittlung, um Unsicherheiten oder Sorgen aus dem Weg zu räumen.“
Chrissy & Katharina, Elternbeirätinnen der Wald Gruppe aus Gettenbach

„In der Zusammenarbeit zwischen Elternbeirat und Kita gibt es selten ‚große‘ Probleme, was daher rührt, dass wir stets im guten Austausch sind. Man kann sich beide Seiten anhören, Vorschläge unterbreiten und es werden gemeinsame Lösungen oder Kompromisse gefunden. Unser Tipp: Begegnet euch auf Augenhöhe und voller Respekt – beide Seiten wollen nur das Beste für die Kinder. Schafft Transparenz bei der Elternbeirats-Arbeit, so dass alle erfahren, welche Themen behandelt wurden.“
Nicole und Saskia, EB der Kindertagesstätte Buchbergstraße in Rodenbach

„Durch die enge Zusammenarbeit mit dem kompletten KiTa-Team können wir zeitnah alle kleineren Widrigkeiten klären und Lösungen finden – z.B. bei der Organisation von Veranstaltungen oder Festen. Eine Schwierigkeit ist jedoch das Vereinbaren der unterschiedlichen Meinungen und Ansichten der Eltern (z.B. bei Fachkraftausfällen und den damit einhergehenden Kürzungen der Öffnungszeiten o.ä.). Nicht alle Eltern sind verständnisvoll oder bereit, Kompromisse zu schließen.  Unser Tipp: Trotzdem offen und transparent bleiben, zuhören und kommunizieren. Sich eingestehen, dass man nicht alle glücklich machen kann.
KiTa St. Josef Dieburg und der dazugehörige Elternbeirat.

„Überall wo man mit Menschen arbeitet, kann es schwierig werden. Jede und jeder bringt eigene Vorstellungen, Wünsche und Sorgen mit in den Kita-Alltag. Dass dies nicht immer mit den Möglichkeiten und Regularien einer Kita einhergeht ist klar. Wichtig ist, erstmal zuzuhören und zu schauen, wo kann man Kompromisse schließen. 

Mein Tipp, der eigentlich selbstverständlich sein sollte:  Ich, als Elternbeirätin und besonders als Vorsitzende, darf nie den Fehler machen nur auf meine Bedürfnisse zu schauen. Ich muss mich in die Lage anderer Eltern hineinversetzen können und Möglichkeiten finden Brücken zu bauen.  Bin ich dazu nicht bereit, ist Elternbeirat nichts, wo ich mich engagieren sollte.“
Katrin aus Aßlar

„Die größte Herausforderung ist, dass sich die aktive Mitarbeit oft auf immer die gleichen Eltern konzentriert. Es ist schwierig, weitere Eltern für ein längerfristiges Engagement zu gewinnen.
Zudem gestaltet sich die Rückmeldung und generelle Hilfsbereitschaft vieler Eltern als eher zurückhaltend. Während einfache, klar abgegrenzte Aufgaben wie das Eintragen in Kuchenlisten gut funktionieren, ist die Bereitschaft für zeitliches Engagement, selbst wenn es sich nur um kurze Standdienste handelt, deutlich geringer. Insgesamt entsteht dadurch eine ungleiche Verteilung der Aufgaben, was auf Dauer belastend sein kann.“

Kitabeirat der Kita St. Aureus und Justina, Oberursel.

Die größte Schwierigkeit ist, dass immer weniger Eltern sich engagieren wollen. Das ist schade und manchmal auch frustrierend. Dabei können wir gemeinsam so viel tolle Erinnerungen für unsere Kinder schaffen. Durch ein bisschen Unterstützung bei Festen, Projekten und Aktionen entsteht so ein positives Gemeinschaftsgefühl.“
Lina aus Erlensee

„Nach der Zusammenlegung zweier Kitas und einem gleichzeitigen Wechsel in der Leitung standen viele Eltern vor großen Unsicherheiten. Fragen, Sorgen und auch Skepsis prägten die Stimmung zu Beginn. In dieser herausfordernden Phase hat der Elternbeirat eine zentrale Rolle übernommen: Gemeinsam mit der KiTa-Leitung wurde der Grundstein für eine offene und transparente Kommunikation gelegt. Seitdem fungiert der Elternbeirat als wichtiges Bindeglied zwischen Elternschaft und Einrichtung – ein Austausch, der Vertrauen schafft und Orientierung bietet.“
Elternbeirat aus Bruchköbel

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