Kinder lesen Kruschel-Zeitung
Familienleben

Brauchen Kinder Nachrichten? Ja!

27.11.2025

Krieg, Klimawandel und Kinderarmut – die Nachrichten sind voll von Themen, die schwer zu verstehen sind und Angst machen. Müssen Kinder das wissen? Wir als Kinderzeitungsmacher haben uns entschieden: Ja, wir wollen die Nachrichten für Kinder aufarbeiten, weil wir überzeugt sind: „Kinder verstehen alles – wenn man es ihnen nur richtig erklärt!“ 

Jede Woche überlegen wir in der Redaktion neu: Über was wollen wir in „Kruschel“ berichten? Was wollen wir unseren rund 6.000 Lesern, die zwischen sechs und zwölf Jahre alt sind, erklären? Unseren Slogan nehmen wir sehr ernst. Wir scheuen keine schwierigen Themen, versuchen immer, Hintergründe zu bieten, damit Kinder verstehen, wie etwas passieren kann. Wir verwenden eine einfache Sprache, zeigen keine verstörenden Bilder und suchen immer nach den versöhnlichen Seiten einer Nachricht. Beim Krieg ist das zum Beispiel, wie die betroffenen Familien auch Hilfe und Unterstützung bekommen, bei anderen Themen zeigen wir den Kindern auf, was sie selbst tun können.

Neben vielen positiven Rückmeldungen, die wir dazu bekommen, gibt es auch Eltern, die schlimme Nachrichten lieber von ihren Kindern fernhalten wollen. Aber genau das geht heute nicht mehr. Wir wissen von unseren eigenen Kindern, Schulbesuchen und Gesprächen mit Lehrkräften: Kinder bekommen mit, was in der Welt passiert. Smartphones haben die meisten schon in der Grundschule, sie hören Nachrichten im Radio oder wie sich die Eltern darüber unterhalten. Umso wichtiger erscheint es uns, diese Informationen extra für Kinder aufzubereiten.

Und eines sollte man nie vergessen: Es gibt nicht nur schlimme Nachrichten, es passiert auch sehr viel Schönes auf der Welt. Auch das gehört in die Kinderzeitung und wird in keiner Ausgabe vergessen.

Eva Fauth

Autorin:
Eva Fauth, Redaktionsleiterin der Kruschel-Kinderzeitung der VRM und Mutter von zwei Söhnen.
www.vrm.de

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